Finasterid gegen Haarausfall – Wirkungen und Nebenwirkungen

Hormonell oder genetisch bedingter Haarausfall betrifft immer mehr Personen. Darunter sind ebenso so viele Männer wie Frauen. Zugleich hat man mit einem vollen Haarschopf nachweislich mehr Erfolg im Beruf. Man wirkt ohne Halbglatze oder Glatze meistens jünger. Therapien gegen Haarausfall erfreuen sich daher hoher Beliebtheit. Zu ihnen gehört auch das Präparat „Finasterid“. Es handelt sich um einen 5-alpha-Reduktase-Hemmer (5a-RIs), der unter diesem Präparatnamen angeboten wird.

Die Wirkungen von Finasterid-Präparaten

Finasterid ist ein Wirkstoff, der im Körper hormonähnliche Wirkungen entfaltet bzw. in den menschlichen Hormonhaushalt eingreift. Haarausfall kann durchaus hormonelle Ursachen haben – neben funktionellen, stressbedingten, krankheits- oder genetisch bedingten. Viele Männer möchten keine Glatzenträger sein oder sich gar mit einem Toupet sehen lassen. Haartransplantationen kann sich nicht jeder leisten. Wer an erblich bedingtem Haarausfall leidet, verliert aufgrund der genetischen Disposition nur selten die Haare am Hinterkopf und im Nacken. Betroffen sind vor allem die Stirn und die Kopfmitte. Eine der Ursachen dafür ist das Hormon Dihydro-Testosteron (DHT), ein männliches Sexualhormon. Der Wirkstoff Finasterid soll nun dem Haarausfall entgegenwirken. Der Wirkstoff verhindert den Umbau von Testosteron in Dihydro-Testosteron (DHT).

Finasterid wird bei gutartigen Prostatavergrößerungen älterer Patienten eingesetzt. Dabei beobachtete man einen gesteigerten Haarwuchs. In geringen Dosierungen kann der Wirkstoff auch genetischen Haarverlust verhindern, sofern man diesen früh genug behandelt. Dazu wählt man die 1-Milligramm Tabletten. Diese sind deutlich teurer als das mit 5 Milligramm dosierte Präparat für die Prostata-Vergrößerung.

Die Nebenwirkungen sind beträchtlich

Wer sich für diesen Wirkstoff entscheidet, muss mit erheblichen Nebenwirkungen rechnen. Die Frage ist, ob der Haarverlust so gravierend ins Gewicht fällt, dass man bereit ist, die Nebenwirkungen hinzunehmen. Männer müssen bei einer Finasterid-Einnahme mit

– Libidoverlusten
– Prostatavergrößerung
– Spermienverlusten
– Ejakulationsstörungen
– Brustdrüsenwachstum
– Impotenz
– Depressionen
– und eventueller Zeugungsunfähigkeit

rechnen. Zum letzten Punkt besteht trotz mehrerer Untersuchungsergebnisse, die in diese Richtung deuten, noch nicht genügend Klarheit. Man weiß zum Beispiel noch nicht, ob bei den kinderlos gebliebenen Männern nicht ohnehin schon Fruchtbarkeitsprobleme vorgelegen haben. Doch die Liste der Nebenwirkungen sollte deutlich machen, dass man Finasterid-Präparate nicht ohne Weiteres einnehmen sollte. Zwar erhöhen sich nach längerer Einnahme von Finasterid-Tabletten die Spermienzahlen wieder, wenn man die Tabletten absetzt. Das sagt aber nichts darüber aus, ob man dann auch wieder zeugungsfähig wäre. In der Medizin passiert es häufig, dass ein Medikament eigentlich für ganz andere Zwecke entwickelt wird und dann überraschende Wirkungen auf ganz anderen Gebieten zeigt. So erging es beispielsweise dem als Blutdruckmittel entwickelten „Viagra“, das als Potenzmittel zu Weltrum gelangte.

Die Forschungsergebnisse bestätigen den Verdacht

Verschiedene medizinische Studien ergeben, dass es immer mehr Belege für gravierende Nebenwirkungen bei einer Verwendung von Finasterid gibt. Studien aus Amerika, Kanada, Deutschland oder Dänemark belegen diese Nebenwirkungen. Noch beunruhigender scheint es, dass viele der oben genannten Nebenwirkungen nach dem Absetzen des Präparates nicht wieder verschwinden. Aufgrund dieser Studien kann eine längere Behandlung mit Finasterid-Präparaten nur unter gewissen Bedingungen und ärztlicher Überwachung empfohlen werden. Neben dem 5a-RI-Präparat „Finasterid“ steht auch das ähnlich wirksame „Dutasterid“ in der Kritik. In einer vergleichenden Studie, deren Auswertung im renommierten „Journal of Sexual Medicine“ nachzulesen waren, erwiesen sich die Nebenwirkungen beider als lange andauernd und fast ausschließlich die Sexualfunktionen betreffend. Die Frage, ob eine Glatze schlimmer ist als all diese Nebenerscheinungen, muss jeder Betroffene selbst beantworten.

Fazit

Jeder Mann, der an hormonellem oder genetisch bedingtem Haarausfall leidet und eines dieser Präparate verschrieben bekommt, sollte zuvor eine ausführliche Beratung erhalten. Zwar müssen nicht alle Männer unter sämtlichen Nebenwirkungen leiden – aber die Art der Nebenwirkungen von Finasterid stellt einen dermaßen gravierenden Eingriff in den Organismus dar, dass man sie einem Patienten mit Haarausfall nicht ohne Vorwarnung zumuten kann.

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